Biblische Familien-Schule

Auch der EKD wird es mit ihrem Familienpapier und Gender-Institut nicht gelingen, biblische und menschliche Wahrheiten über Familiengründung und -leben auszuradieren. Wir müssen diese Wahrheiten nur wieder ausgraben, studieren, pflegen, üben, lehren und v.a. leben.

In der EMK brodelt es – EMK will „eine Kirche werden, in der sowohl homosexuell empfindende Menschen ordiniert und bei einer Eheschließung gesegnet werden können“

Kirchenvorstand der EMK am 9. März 2019 in Fulda

Nach jahrzehntelanger Diskussion hat eine Generalkonferenz der evangelisch-methodistischen Kirche als oberstes Gremium die Frage entschieden, ob Homosexuelle Pastoren werden und kirchlich verheiratet werden könnten. Mit der Mehrheit der afrikanischen Teilnehmer wurde das verneint.

Das löst Betroffenheit und Widerstand bei den weißen und liberalen Teilen der EMK in USA und Europa aus, die sich diesem Mehrheitsbeschluß nicht unterwerfen wollen – „connexio“ und „discipline“ hin oder her, in Gender-Fragen zählen Minderheitenrechte offenbar mehr als Mehrheitsbeschlüsse, Demokratie als Wunschkonzert. Ein idea-Artikel darüber findet sich hier und als pdf mit allen Kommentaren hier, Die Reaktionen der EMK Deutschland finden sich hier und hier, die diesen Beschluß der Zentralkonferenz nicht akzeptieren wollen.

Dagegen gibt es innerhalb der deutschen EMK Widerstand, der sich u.a. auf zwei Webseiten artikuliert. Etwas dramatisierend bei connexio7000.net, wo ein Pastor sich wie bei Elia vorkommt. Und auf einer Seite „Verwurzelt in Christus“, wo auch dieser Vortrag von Roland Gebauer zum Thema zu finden ist (oder hier das pdf vom wordpress-Server).

Roland Gebauer ist zuzustimmen, wenn er auf Seite 2 seines Vortrags schreibt, daß der Konflikt „Symptom einer tiefergehenden geistlichen Krise“ sei, die in einem „pluralistisch-gegensätzlichen Verständnis von Wesen, Verständnis und Geltung der Bibel“ bestünde. Und das ist es, was diese und andere liberale Kirchen in den Augen so vieler, die nicht mehr in diese Kirchen gehen, beliebig, überflüssig, irrelevant macht: „ein Wahrheitspluralismus und -relativismus … in großen Kreisen unserer Kirche, insbesondere unter den ausgebildeten Theolog/inn/en“ (Seite 2). Kirche ist schön und gut, aber wenn sowieso anything goes – warum sollte dann gerade ich gerade heute morgen unbedingt dort dabei sein gewesen müssen?

So ist auch diese Diskussion in der EMK (und den Landeskirchen, z.B. der in Württemberg) ein Fall von survivorship bias, ein statistischer Fehler daher, dass Viele anderer Meinung schon ausgetreten sind, nicht mehr gezählt werden oder abstimmen. Sind doch viele, die die Bibel möglichst wörtlich nehmen, sich dem Wort unterordnen, es nicht im intellektuell-aufgeklärten Überflug zeitgeistig interpretieren wollen, schon lange aus- und in viele verschiedene Freikirchen eingetreten.

EMK und Landeskirchen könnten, wenn sie wollten, ihre Gemeindeglieder als Mitchristen ernst nehmen und nicht nur an der Diskussion, sondern vor allem auch an den relevanten Entscheidungen beteiligen. Tun sie aber nicht. Zwar haben die Theologen in Synoden und Konferenzen nicht per se die Mehrheiten. Per „Freiheit der Verkündigung“ haben sie dennoch in theologischen Fragen die Deutungs- und Lufthoheit, von der aus orthodoxere, konservativere Gemeindeglieder oft genug als „buchstabengläubig“ disqualifiziert und aus der Diskussion entfernt werden.

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Dieser Eintrag wurde am 29. März 2019 von veröffentlicht.
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