Schöner Text: Bibel zu Sexualität – gute Schöpfungsgabe (Reblog)

Christentum und Sexualität

Eines der verwirrtesten Themen rings um Religion, Glauben und Christentum ist die Sexualität.

Wegen dem vielen Unsinn, der auf diesem Gebiet verbreitet wurde und wird, geht es sogar soweit, dass viele Nichtchristen denken, dass Christen keine normale Sexualität haben dürfen oder Sexualität allgemein sogar als Sünde betrachten. Leider gibt es eine ganze Reihe von christlichen Lehren, die die Fragen rund um die Sexualität in falsches Licht rücken. Über die Aussagen anderer Religionen, wie z.B. der Hare Krishna Bewegung wollen wir hier garnicht groß eingehen, die ja auch solche Thesen wie „kein Sex ohne Zeugungsabsicht“ vertreten.

Typisch für völlig verrückte Gedanken und Verdrehung der Bibel: http://www.bekehrdich.de/kinderzeugung von Wolfgang Ruland, hier als pdf.) Da wird behauptet, ein Ehepaar dürfe nur dann miteinander schlafen, wenn ein Kinderwunsch vorliegt. Eine exegetische Analyse dieser Lehre von Ruland: Irrtümer sexualfeindlicher Lehren

Andere wiederum lehren, dass der Sex zwischen Christen distanziert – prüder Natur sein soll oder wie man sehr oft hört, nur in einer ganz bestimmten Körperhaltung stattfinden soll – zumindestens wird gern der Eindruck vermittelt, dass Christen so denken würden.

Wer sich auch nur etwas mit dem Wesen menschlicher Sexualität auskennt, weiß, was für ein Unsinn es für sich liebende Paare darstellt -sowohl emotional als auch biologisch- wollten sie nur „ein“-mal zwischendurch Sex haben; bzw. „eine Phase“, also solange, bis die Frau [endlich oder leider?] schwanger ist. Erstens würde der Mann in dem Falle sicherlich in kurzer Zeit ejakulieren und den völlig lustlosen Zeugungsakt entwürdigen und zweitens würde der Wunsch nach richtiger Sexualität zwangsweise den heimlichen Wunsch hervorbringen, dass es „bitte lieber Gott“ noch nicht zu einer Schwangerschaft kommt.

Dazu der Kurz-Artikel Paulus zur Ehe

Auch sehe ich unwillkürlich eine calvinistische oder sonstige Kirchenaufseherfratze über dem Ehepaar mit erhobenem Zeigefinger drohend rufen: „Ihr wollt Sex haben und gebt brav vor, euch ein Kindlein zu wünschen. Aber könnt ihr armen Leut´ die ihr selber kaum was habt, denn ein Kind ernähren und ihm eine gesicherte Zukunft bieten?? Wohl nicht …“

Also wieder nichts mit der Liebe …

Alle diese Gedanken nach Unterdrückung von Sex kommen von geschädigten Menschen, die unausgesprochene persönliche Probleme damit haben. Durch all diesen Unsinn haben die Lästerer des Christentums es natürlich noch leichter, höhnische Bemerkungen zu machen und in abfälliger Weise gegen Christen Witze zu reißen. Wir wollen deshalb einen Überblick schaffen, der das Wesen der Sexualität beleuchtet, wie es von Gott gedacht ist.

Damit wir uns nicht falschverstehen. Diese Ausführungen hier wollen nicht die gebotene Reinheit der Sexualität oder gar die Treue der Liebenden in Vergessenheit bringen und erst recht nicht zügellosen Partnerwechseln von Ungläubigen oder gar homosexuellen Handlungen das Wort reden! Das ist wieder eine ganz andere Frage; aber grundsätzlich gehen uns ja die Handlungen anderer nichts an.

Wir wollen zuerst die Frage nach der Sexualität dadurch entkrampfen, dass wir anhand biblischer Aussagen die ursprünglich lockere und unprüde Art der biblischen Lehre bezeugen.

Gottes Milde im Alten Testamant in Sachen Sexualität

Es geht hierbei nicht um die Aussagen selbst, sondern um die Selbstverständlichkeit und Unverkrampftheit des Themas. Mehr allerdings kann man von der Bibel nicht erwarten, damit alle Altersgruppen bibellelesen können und damit die Gedanken nicht vom geistlichen Inhalt weggelenkt werden. Aus: Lied der Lieder (Hohelied) Kapitel 5 (Elberfelder Bibel)

Er: (Verse 3-9) Dein Schoß ist ein rundes Becken, Würzwein mangle ihm nicht. Dein Leib ist ein Weizenhügel, mit Lilien umstellt. Deine Brüste sind wie zwei Kitzlein, wie die Zwillinge einer Gazelle. … Wie schön bist du und wie reizend, du Liebe voller Wonnen! Wie eine Palme ist dein Wuchs; deine Brüste sind wie Trauben. Ich sage: Ersteigen will ich die Palme; ich greife nach den Rispen. Trauben am Weinstock seien mir deine Brüste, Apfelduft sei der Duft deines Atems.

Sie: (Verse 12-13) Komm, mein Geliebter, wandern wir auf das Land, schlafen wir in den Dörfern. Früh wollen wir dann zu den Weinbergen gehen und sehen, ob der Weinstock schon treibt, ob die Rebenblüte sich öffnet, ob die Granatbäume blühen. Dort schenke ich dir meine Liebe.

Salomo schrieb ja schon in seinen Sprichworten, Kapitel 5, 18-19:

Deine Quelle sei gesegnet, und erfreue dich an dem Weibe deiner Jugend;
die liebliche Hindin und anmutige Gemse, ihre Brüste mögen dich berauschen zu aller Zeit, taumle stets in ihrer Liebe.

… Diese korrekten Übersetzungen (z.B. Elberfelder, Schlachter, NeÜ, Herder) werden von einigen Übersetzern verschämt gemieden und sozusagen umgebastelt. Deshalb kann es sein, dass der Leser in „seiner“ Bibel leicht geänderte Texte vorfindet.

Einen Satz wie: „…ihre Brüste sollen dich immer berauschen“ finden sie nicht angebracht in der Bibel.

Schon im Gesetz Mose wird gesagt 5. Mose 24 (Elberfelder) 5 Wenn ein Mann kürzlich ein Weib genommen hat, so soll er nicht in den Krieg ziehen, und es soll ihm keinerlei Sache auferlegt werden; er soll ein Jahr lang frei sein für sein Haus und sein Weib erfreuen, das er genommen hat.

Glaubt jemand allen Ernstes, dass die Bibel mit „sein Weib erfreuen“ oder mit „ihre Brüste mögen dich berauschen zu aller Zeit“ usw. platonische und allegorische Aussagen treffen will? Natürlich nicht.

Wir sehen also, dass Gott, als er sprach „Seid fruchtbar und mehret euch“ handfeste, konkrete körperliche Gefühle damit verbunden hatte, die mit Anstand und ohne weiterführende Schlüpfrigkeit thematisiert werden dürfen.

Liebe und Sexualität werden im Alten Testament ohne falsche Scham angesprochen und dass Sexualität, auch diesbezügliche Verfehlungen, nicht peitschend bestraft wurden, ist Satan ein derartiges Ärgernis [nicht weil er so fromm ist, sondern weil er damit die Gläubigen nicht so knebeln kann, wie er gern möchte], dass er falsche Prediger inspiriert, dieses Thema mit Lügen zu durchsetzen, denn er möchte die Gläubigen einerseits ja mit diesem Thema quälen, während er andererseits die Welt aufwiegelt, Sex in der Absicht zu treiben sich wieder zu verlassen, dazu an anderer Stelle später mehr. Als Beispiel sei nur genannt, dass die Welt -von Satan inspiriert- lange Zeit junge Menschen gequält hat, indem man das Heiratsalter so hoch setzte, z.B. 21, dass junge gläubige Männer und Frauen in unhaltbare Situationen gezwungen wurden, während jegliche Art von sexueller Entartung und Untreue oft straflos sind.

Völlig rechtsirrig werden religiöse Gruppen vom Staat verfolgt, die Vielehen als möglich ansehen (zum Beispiel die Mormonen), während ansonsten jeder mit jedem straflos schlafen kann wie, wann und soviel er will. Nicht das letztere soll hier debattiert werden (es ist ja die gottlose Welt) sondern die Diskrepanz der Behandlung.

In biblischen Zeiten durften Reife Jugendliche auch recht früh heiraten, wenn sie Sehnsucht nach körperlicher Liebe hatten.

Für ungläubige Menschen ist das völlig unverständlich, da sie ja davon ausgehen, dass dazu der beliebige Partnerwechsel genutzt werden kann. Eine verständliche und logische Auffassung, wenn man die Existenz Gottes ausklammert.

Wir wollen unkommentiert notieren, dass Salomo ca. 1000 Frauen hatte; dies unterstellt logischerweise ein vitales Sexualleben. So hatten Saul und David viele Nebenfrauen ohne dass die Bibel je einen Propheten nennt, der dagegen hat reden sollen. Im Gegenteil:

Wir kennen ja den Bericht in 2. Samuel 11, 2ff Und es geschah zur Abendzeit, als David von seinem Lager aufstand und auf dem Dache des Hauses des Königs wandelte, dass er von dem Dache herab ein Weib sich baden sah; und das Weib war sehr schön von Ansehen. (Bathseeba, die Frau Urias)

Wir wissen, dass Bathseeba ganz sicher nicht bis oben zugeknöpft gebadet hat; wir wissen auch, dass Bathseeba wusste, dass David von der Mauer aus einen guten Einblick hatte; dennoch folgert die Bibel daraus keine Strafen (wenn auch keine ausdrückliche Gutheißung, logisch). Wir wissen auch, was David danach tat, was aber Gott missfiel, da Bathseeba verheiratet war …

Gott lässt David durch Nathan mitteilen (2. Samuel 12, 7ff) Ich habe dich zum König gesalbt über Israel und habe dich errettet aus der Hand Sauls und habe dir deines Herrn Haus gegeben, dazu seine Frauen, und habe dir das Haus Israel und Juda gegeben; und ist das zu wenig, will ich noch dies und das dazutun.

Wir wollen betonen, dass Gott nicht Davids Liebe kritisiert, sondern sagt: und ist das zu wenig, will ich noch dies und das dazutun. (!) Warum hast du denn das Wort des HERRN verachtet, dass du getan hast, was ihm missfiel? Uria, den Hetiter, hast du erschlagen mit dem Schwert, seine Frau hast du dir zur Frau genommen …

Der Kritikpunkt ist also nicht, dass David sexuelles Begehren nach Bathseeba hatte, sondern dass Bathseeba vergeben war und ihr Mann noch lebte. David wusste ganz genau, dass ein gewaltsames Nachhelfen zum Tode des Mannes ein böser Winkelzug war, er tat es trotzdem.

Im Gesetz über Könige heißt es, 5. Mose 17, 16ff: Nur dass er nicht viele Rosse halte und führe das Volk nicht wieder nach Ägypten, um die Zahl seiner Rosse zu mehren, weil der HERR euch gesagt hat, dass ihr hinfort nicht wieder diesen Weg gehen sollt. Er soll auch nicht viele Frauen nehmen, dass sein Herz nicht abgewandt werde, und soll auch nicht viel Silber und Gold sammeln.

… Und was hat Salomo Gold angehäuft! Und wieviel Sexualität sich dort abgespielt hatte ohne dass Gott ausdrücklich mahnte! Wir sehen also, wie geduldig und wie wenig strafend Gott hier agiert!

Darin liegt der Grund verborgen, dass Satan voller Hass gegen Gottes Schöpfungsidee und Güte dieses Thema ins Gegenteil zerreden will. Wo doch sonst angeblich alles egal ist und es sonst nichts gibt, was man groß halten soll, wiegelt Satan in der Sexualfrage scheinchristliche Lehrer auf, hier die prüde Strenge zu praktizieren (natürlich nur gegenüber gläubigen Menschen, versteht sich). Den gottlosen Menschen vermittelt Satan natürlich das andere Extrem: macht was euch Spaß macht und denkt nicht mal an Bindung.

Gottes Größe im Neuen Testament in Sachen Sexualität

Auch ein Blick ins Neue Testament wird bei einigen Erstaunen erzeugen, wenn man lernt, richtig zu lesen. In 1. Tim. 3, 2ff heißt es: Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, maßvoll, würdig, gastfrei, geschickt im Lehren, kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig … (usw.)

Wenn es also in manchen Bibeln heißt „Mann einer Frau“ dann ist das Zahlwort gemeint (μιας γυναικος ανδρα) und nicht etwa, dass er „verheiratet sein soll“. Da wüssten ja die Katholiken garnicht, wie sie die Stelle übersetzen sollten (Zölibat).

Die Einheitsübersetzung versucht: „Deshalb soll der Bischof ein Mann ohne Tadel sein, nur einmal verheiratet …“ wahrscheinlich im Wunsch, dass der Leser unter „nur einmal verheiratet“ versteht: „seine erste Ehe“, also „ungeschieden“. Die katholische Kirche treibt diesen falschen Gedanken sogar soweit, dass man Paulus unterstellt, gemeint zu haben: Weihekandidaten dürfen nur einmal verheiratet gewesen sein.[!]

Die berüchtigte Norm des hl. Paulus an Timotheus (3,2 und 3, 12) sowie an Titus (1, 6) ist eigentlich der Beweis für die Enthaltsamkeit des Klerikers: Weihekandidaten dürfen nur einmal verheiratet (wörtl. „Mann einer Frau“ – μιας γυναικος ανδρα) gewesen sein. gelesen in: http://www.kreuz.net/article.8939-page.html (URL existiert nicht mehr)

Also noch verrückter gehts eigentlich garnicht!!

Und das steht im griechischen oder lateinischen Text ja auch nicht. Dort wird vom Bischof verlangt, Mann von höchstens einer Frau zu sein. Daraus folgt, dass zum damaligen Zeitpunkt christliche Männer, die noch mehrere Frauen hatten, diesen Zustand beibehalten durften; aber kein Bischofsamt bekamen. Um jedes Missverständnis auszuschließen, übersetzen ja manche Übersetzer neuerdings sicherheitshalber: „Mann einer einzigen Frau“, siehe Luther 1984.

Niemand will hier die Viel-Ehe wieder einführen. Es soll nur gezeigt werden, wie wenig brutal und kirchentheologisch es in Wirklichkeit war.

Leider gibt es sehr viele selbsternannte Religionslehrer verschiedener Richtungen, die es sich einfach nicht vorstellen können, dass Gott natürlichen und begehrenden Sex als natürlichen integralen Bestandteil seiner Schöpfung verstanden wissen will und dieses Geschenk den beiden Geschlechtern macht, wie er es vorgesehen hat. Sie denken fälschlicherweise, dass schon die Worte GOTT und SEXUALITÄT nicht in ein und dasselbe Buch gehören, da Gott heilig ist. Sie merken dabei nicht, dass sie Gott und seine Schöpfung nicht verstanden haben.

Zum Beispiel die Klitorisbeschneidung – hier liegen nämlich die Wurzeln verborgen, die dazu führen, Menschen so böse machen, dass sie Mädchen die Klitoris herausschneiden. Nur der dämonische Hass auf Gottes Schöpfung bringt solche verbrecherischen Ideen hervor! → Zum dämonischen Ritual der Klitorisamputation

Über die Frage, wie Ehepaare miteinander umgehen sollen, sagt sogar Paulus: 1. Korinther 7, 3ff
Der Mann leiste der Frau, was er ihr schuldig ist, desgleichen die Frau dem Mann. Die Frau verfügt nicht über ihren Leib, sondern der Mann. Ebenso verfügt der Mann nicht über seinen Leib, sondern die Frau. Entziehe sich nicht eins dem andern, es sei denn eine Zeit lang, wenn beide es wollen, damit ihr zum Beten Ruhe habt; und dann kommt wieder zusammen, damit euch der Satan nicht versucht, weil ihr euch nicht enthalten könnt. Das sage ich aber als Erlaubnis und nicht als Gebot. Ich wollte zwar lieber, alle Menschen wären, wie ich bin, aber jeder hat seine eigene Gabe von Gott, der eine so, der andere so. Den Ledigen und Witwen sage ich: Es ist gut für sie, wenn sie bleiben wie ich. Wenn sie sich aber nicht enthalten können, sollen sie heiraten; denn es ist besser zu heiraten, als sich in Begierde zu verzehren.

Also nochmal zum Mitdenken: Wenn Paulus schreibt: „denn es ist besser zu heiraten, als sich in Begierde zu verzehren“, dann kann er logischerweise nicht gemeint haben, dass Eheleute in der Ehe auch nur bei Kinderwunsch Sex haben dürfen.

Denken wir an den Satz: „Entziehe sich nicht einer dem andern“ (1. Korinther 7, 5), so können wir garnicht auf solche Ideen kommen, wie die verwirrten Prüdheits-Irrlehrer á la Wolfgang Ruland mit ihren halbgnostischen und pseudoheiligen Erfindungen. Durch solche Leute wird der christliche Glauben immer mehr in Misskredit gebracht. Wer so etwas predigt, ist ein besessener Geist. Solche Prediger bringen Ehe und enthaltsames Leben (Zölibat) durcheinander.

Abtreibung – eine Position aus der AfD

Die Diskussion beim letzten Stammtischtreffen zum Thema Abtreibung hat starke Emotionen ausgelöst. Das ist durchaus verständlich, wenn man unvorbereitet mit diesem heiklen Thema konfrontiert wird. Schließlich ging es um die Frage, ob ein ganzes Volk, oder auch der Einzelne individuell, für die Schuld anderer, bzw. für die Schuld der Vergangenheit haftbar gemacht werden kann, bis sich  dann ein Teilnehmer energisch verbeten hat, mit der Schuld anderer belastet zu werden. Dieser Vorgang veranlasst mich nun in aller Sachlichkeit zu diesem komplexen Thema einige Gedanken zu Papier zu bringen:

Auslöser der Auseinandersetzung war der Diskussionsbeitrag einer Teilnehmerin, das heutige Problem mit mehr als einer Million weitgehend muslimischer Asylsuchenden, innerhalb des Jahres 2015, sei möglicherweise die Folge – oder Strafe – für die Millionen abgetriebener Kinder in den (letzten 20) Jahren seit der (unter bestimmten Voraussetzungen) straffreien Zulässigkeit der Abtreibung. Diese Sichtweise – Zusammenhang zwischen § 218, Demographie-  und Zuwanderungsproblematik – war für mich in dieser Form auch neu.

Für jeden einleuchtend ist, dass wir unser heutiges demographisches Problem nicht hätten, wenn die vielen Millionen abgetriebener Kinder am Leben wären, die dann naturgemäß ebenfalls wieder Nachkommen hätten usw. Kurz, wenn eine größere Kinderfreundlichkeit in unserem Volke selbstverständlich wäre. Die durchschnittliche Kinderzahl liegt heute bei 1,3 Kindern je Frau.

Man höre dazu auf You Tube die Vorträge von Prof. Dr. J. Borchert und  Prof. Dr. Herwig Birg auf den BPT 2013 in Bremen oder lese deren einschlägige Bücher. Dazu nur einige wenige Aussagen von Hr. Prof. Birg: Von den rd. 80 Mill. Bundesbürgern sind inzwischen 16 Mill. mit Migrationshintergrund (Stand 2013). Das sind 20% unserer Bevölkerung! Deutschland hat seit 1970 mehr Zuwanderungen (durchschnittlich 1,0 Mill. / anno) als Geburten ( 600.000 /anno). Die Politik ignoriert die wissenschaftlich fundierten Feststellungen und Empfehlungen o. g. Fachleute vollständig.

Wie lange noch wird es dauern bis Deutschland nicht mehr von wirklich deutscher Bevölkerung geprägt, od. auch regiert sein wird? Wir sehen, selbst wenn die Grenzen heute dicht gemacht würden und die Kinderzahl je Frau auf 2,0 ansteigen würde (was gewiss Wunschdenken bleiben wird), wäre das Problem nicht gelöst. Denn die durchschnittliche Kinderzahl der Zuwanderer ist ein mehrfaches der deutschen Nachkömmlinge. Des Weiteren ist eine wirkliche Migration der vorwiegend muslimischen Zuwanderer aufgrund ihrer vom Koran vorgegebenen Lehre (Unterwerfung der ganzen Menschheit unter Allah, Scharia, islamisches Recht für alle!) nicht zu erwarten. Deutschland schafft sich ab – das bedeutet: Abnehmender Anteil Menschen deutscher Abstammung und damit eine gravierende Veränderung unserer Kultur im Sinne von Islamisierung.

Das sind die rein demographischen Fakten. Aber warum, so muss man fragen, hat sich in unserem Lande eine solche Einstellung in der Gesellschaft ausgebreitet und eine entsprechend verheerende Politik durchgesetzt? Dazu aktuell: Wer hat es unserer Kanzlerin in den Kopf gesetzt, die Grenzen weithin unkontrolliert zu öffnen? Warum ist ein demokratisch gewähltes Parlament nicht in der Lage die gesetzeswidrige Einwanderungspolitik zu unterbinden? Warum wiegt Parteiräson und Koalitionszwang schwerer als bestehendes Gesetz und gesunder Menschenverstand? Man geht weithin davon aus, dass wir es hier mit Verschwörungstheorien zu tun haben; dass etwa Bilderberger od. Freimaurer eine neue Weltordnung planen; dass in diesem Zusammenhang Deutschland als Machtfaktor ausgeschieden werden muss. Fragen über Fragen, für die es keine belastbare Antwort gibt.

Es gibt aber eine sehr plausible Antwort auf die Frage nach der Ursache geschichtsträchtiger Entwicklungen. Die Antwort , die historisch nachprüfbar ist, die sich in der Geschichte häufig wiederholt hat und deshalb auch in unserer Zeit relevant ist, lautet: Politik und Geschichte wird letztlich nicht von Menschen gemacht, sondern von höherer Instanz, von einem lebendigen Gott, dem Schöpfer allen Seins.

Darum beginnt noch immer die Präambel unseres Grundgesetzes (zuletzt geändert am  29. 7. 2009) mit folgenden Worten: In der Verantwortung vor Gott und den Menschen … hat sich das deutsche Volk … dieses Grundgesetz gegeben.  Mit den gleichen Worten – In der Verantwortung vor Gott – beginnt auch der Vorspruch der Landesverfassung von Baden Württemberg (letzte Ergänzung 6. Mai 2008). Noch deutlicher heißt es in Artikel 1 der Landesverfassung: Der Mensch ist berufen … seine Gaben in Erfüllung des christlichen Sittengesetzes … zu entfalten. Und in Artikel 12: Die Jugend ist in Ehrfurcht vor Gott, im Geiste der christlichen Nächstenliebe … zu erziehen.

Diese verfassungsgemäßen Vorgaben werden von unserer jetzigen rot – grünen Landesregierung total ignoriert (siehe z. B. Bildungsplan 2016, od. den dreistufigen Aktionsplan zur Genderisierung der Gesellschaft). Der Aufschrei dagegen, durch die „Demo für alle“ in Stuttgart, ist recht bescheiden. Für einen Großteil unserer Gesellschaft trifft zu, was beim alttestamentlichen Propheten Hosea geschrieben steht: …. Fluchen und Lügen, Morden, Stehlen und Ehebrechen haben überhand genommen, Blutschuld reiht sich an Blutschuld, …. – weil keine Treue, kein Erbarmen und keine Gotteserkenntnis im Lande ist (Hosea 4, 1 u. 2).

Umso erfreulicher ist es, dass sich die AfD in der Präambel des Landtagswahlprogrammes zu den christlichen Wurzeln unserer Kultur bekennt.

Wir sehen, wie entscheidend wichtig es ist, dass wir uns auf die christlichen Wurzeln unserer Kultur besinnen. Aber was sind diese Wurzeln und wo finden wir diese? Wir finden sie nirgendwo anders als in der Bibel, die den Anspruch erhebt Gottes Wort zu sein! Dass dies nicht willkürliche menschliche Annahme ist, zeigt die Plausibilität der Bibel, ihre Zutrefflichkeit geschichtlicher Erfahrungen und ihre prophetische Voraussagen, die sich mehr als hundertfach erfüllt haben.1  Wir müssen ehrlicherweise zugeben, dass kein Mensch fähig ist, diesen Maßstab der Bibel vollkommen zu leben. Dennoch sind wir gefordert die Ordnungen der Bibel als verbindlich Vorgaben anzuerkennen. Die Kenntnis und Respektierung der biblischen Ordnungen sind es gewesen, welche die westliche Kultur zur überlegenen, führenden Kraft der Menschheit gemacht hat. Nichtchristen und Atheisten werden diese Behauptung bestreiten. Den Nachweis für die Richtigkeit dieser Aussagen führt z. B. der indische Philosoph Vishal Mangalwadi in hervorragender Weise, besten recherchiert und belegt, in seinem Buch: „Das Buch der Mitte“². Untertitel: Wie wir wurden, was wir sind. Die Bibel als Herzstück der westlichen Kultur. Ebenso auch Francis Schaeffer: „Wie können wir denn leben“³.

Weil Gottes Ordnungen heute nicht mehr wahr genommen, geschweigedenn befolgt werden, wurde Abtreibung, das bedeutet Mord an ungeborenen Kindern, straffrei gestellt, und haben die Abtreibungszahlen in der westlichen Welt so zugenommen. Missbrauch der Sexualität bis hin zu erschreckender Pervertierung, wie er unseren Kindern heute in der Schule nahe gebracht wird4 und noch schlimmer in den zu erwarteten Bildungsplänen vorgesehen ist, treibt ungeahnte Blüten. Als Beispiel sei hier nur eine Äußerung der ehemals grünen Politikerin Jutta Ditfurth angeführt:  Sie erklärte bereits 1988 im Alter von 36 Jahren, ihre zwei Abtreibungen seien für ein “lustvolles, knapp zwanzigjähriges Geschlechtsleben relativ wenig.“ 5 

             Wollen wir allen Ernstes annehmen, dass dies alles nichts mit der Realität des Schöpfers, der das großartige, wunderbare Leben, einschließlich der Sexualität, erdacht und geschaffen hat, zu tun hat? Und dieser Schöpfer wird solch himmelschreiendes Unrecht gewiss nicht ungestraft lassen. Selbst der Agnostiker oder Atheist, der sich einen realen Schöpfergott (noch) nicht vorstellen kann, wird den kausalen Zusammenhang zwischen anti- resp. unbiblischer Ethik und deren negativen Folgen nicht leugnen können. Es gibt sowohl die individuelle Schuld jedes Einzelnen, aber es gibt auch eine Kollektivschuld, deren Auswirkungen auch ganze Nationen treffen wird (siehe vor genannte Literatur 1)). Die Zusammenhänge zwischen konkreter Schuld und konkretem Gericht können wir meist nur erahnen. Dass es diese aber gibt, ist sicher und in der Geschichte nachweisbar. So ist auch der Zusammenhang zwischen fehlorientierter Ethik einerseits und demographischer Katastrophe und Zuwanderung andererseits offensichtlich! Wie sehr bewahrheitet sich doch Gottes Wort, wenn es sagt: Irrt euch nicht: Gott lässt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten (Gal. 6, 7).

Die Bibel zeigt uns aber nicht nur die Zusammenhänge zwischen Schuld und Strafe bzw. Gericht, sondern sie zeigt uns auch die Lösung, die Erlösung aus dem Fluch der Schuld. Weil eben kein Mensch in der Lage ist, die ethischen Anforderungen Gottes, wie sie uns die Bibel vermittelt, zu erfüllen, hat Gott den Fluch, der alle Menschen treffen müsste, selbst auf sich genommen. Er wurde in der Person Jesu Christi Mensch. Und dieser Jesus Christus hat den Fluch des absolut gerechten Schöpfers auf sich genommen.

Die Bibel bei Jes. 53, 5: Er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden.

Diese Prophetie des Propheten Jesaja, bereits 700 Jahre vor Chr. gegeben, hat sich buchstäblich erfüllt, als Christus am Kreuz hingerichtet wurde.

Und diese Erlösung ist keine kollektive Befreiung vom Gericht, sondern eine ganz individuelle. Wer sich ganz persönlich als schuldig erkennt und die von Christus angebotene Vergebung annimmt, erfährt diese Befreiung. Je mehr Menschen aber diese Erlösung persönlich im Glauben annehmen, umso mehr werden die ethischen Auswirkungen davon in der Gesellschaft spürbar werden und zur Heilung des Schadens eines Volkes führen. Genau dies ist das froh machende Evangelium von Jesus Christus, ist das Zentrum christlichen Glaubens. Alles andere ist bestenfalls Religiosität.

Wer dies glaubt, trägt nicht nur zum Wohl der Gesellschaft bei, sondern er selbst hat das Leben für Zeit und Ewigkeit. Wer Jesus nicht hat, der hat das Leben nicht (1. Joh. 5, 12).

Jeder Leser mag selbst prüfen, ob diese biblischen Gedanken sowohl eine persönliche, als auch politische Relevanz haben oder nicht. Für Rückfragen, auch für sachliche  Kritik oder Korrektur bin ich dankbar.

Weinheim, den 17. Febr. 2016     Roland Heppel

1) Dr. Roger Liebi: „Mehr als 175 erfüllte Prophezeiungen“, Verlag Mitternachtsruf, CH Dübendorf, Auflage 2012

2) Das Buch der Mitte; Hrsg. Verlag: fontis – Brunnen Basel, 3. Auflage 2015

3) Wie können wir denn leben; Betanienverlag, 1. Auflage der Neuausgabe 2014

4) ZVL, Flyer, Sexualpädagogik der Vielfalt, 3. Auflage 2015

5) https://charismatismus.wordpress.com

10 Gebote für eine christliche Ehe

  1. Liebe Gott mehr als deinen Ehepartner Matth. 10, 37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.
  2. Frauen – ordnet Euch Euren Männern unter Eph. 5, 24 Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern unterordnen in allen Dingen(!).
  3. Männer – ehrt Eure Frauen als das schwächere Geschöpf 1. Petr. 3, 7 „7Desgleichen ihr Männer, wohnt vernünftig mit ihnen zusammen und gebt dem weiblichen Geschlecht als dem schwächeren seine Ehre. Denn auch die Frauen sind Miterben der Gnade des Lebens, und euer gemeinsames Gebet soll nicht behindert werden.“
  4. Frauen – ehrt Eure Männer wie die heiligen Frauen aus dem AT …1. Petr. 3, 1, 5+6 1Desgleichen sollt ihr Frauen euch euren Männern unterordnen, damit auch die, die nicht an das Wort glauben, durch das Leben ihrer Frauen ohne Worte gewonnen werden,  …  5Denn so haben sich vorzeiten auch die heiligen Frauen geschmückt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und sich ihren Männern unterordneten, 6wie Sara Abraham gehorsam war und ihn Herr nannte; deren Töchter seid ihr geworden, wenn ihr recht tut und euch durch nichts beirren lasst. (Theologischer Einwurf des Tippers: ich wußte bisher nicht, daß die Frauen im AT besonders heilig waren – im Gegenteil – sie wurden vlt. geheiligt, weil Gott durch sie gewirkt hat, aber heilig ist was anderes als das, was Tamar, Rahab, Batseba oder Ruth auf der Bühne aufgeführt haben, Eva, Sarah, Rebekka, die Töchter Lots, die Kuschiterin, die Heldin mit dem Alki (Abigajil und Nabal), die dann von David „zur Frau genommen wurde“ – Heldinnen – ja, aber heilig? Nein.)
  5. Männer – liebt Eure Frauen wie Christus die Kirche Eph. 5, 25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben,  
  6. Frauen – entzückt Eure Männer mit sexueller Liebe und gebt Euren Körper freigiebig Eurem Mann, wann immer er Sex braucht 1. Kor. 7, 3-4 Der Mann leiste der Frau, was er ihr schuldig ist, desgleichen die Frau dem Mann. 4Die Frau verfügt nicht über ihren Leib, sondern der Mann. Ebenso verfügt der Mann nicht über seinen Leib, sondern die Frau. 
  7. Männer – sucht & findet sexuelle Befriedigung im Körper Eurer Frau auf eine gewöhnliche Weise und gebt Euren Körper, wann immer Eure Frau Sex braucht Sprüche 5, 19 Sie ist lieblich wie eine Gazelle und holdselig wie ein Reh. Lass dich von ihrer Anmut allezeit sättigen und ergötze dich allewege an ihrer Liebe.
  8. Männer und Frauen – habt Kinder 1. Mos. 1, 28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht.
  9. Frauen – tragt Kinder aus und hütet das Haus für Eure Männer 1. Tim 5, 14So will ich nun, dass die jüngeren Witwen heiraten, Kinder zur Welt bringen, den Haushalt führen, dem Widersacher keinen Anlass geben zu lästern. 
  10. Männer – sorgt für Nahrung, Wohnung und Schutz für Eure Frauen und Kinder 1. Tim. 5, 8 Wenn aber jemand die Seinen, besonders seine Hausgenossen, nicht versorgt, hat er den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Heide.

Übersetzung aus http://biblicalgenderroles.com/the-10-commandments-of-christian-marriage/

FAZ-Leserbrief vom evangelischen Ethik-Professor: kann Nächstenliebe befohlen werden?

Der emeritierte Professor für Theologische Ethik an der Universität Zürich Dr. Johannes Fischer (sein Blog hier) schreibt in der FAZ vom 15. Februar einen Leserbrief zu der Frage angesichts der Flüchtlingskrise, ob alle Notleidenden dieser Welt unsere Nächsten seien. Dahinter steht die Frage, ob in der Nächstenliebe die Überforderung schon zwingend angelegt ist – dann bräuchte man erst gar nicht anfangen oder könnte sein gesamtes Hab und Gut gleich der Diakonie, Caritas, AWO oder Herrn Schäuble überweisen, je nach persönlicher Vorliebe und sich dann die Kugel geben.

Sozialer und ökonomischer Suizid ist es jedoch nicht, was die Bibel verlangt. Prof. Fischer nennt die Nächstenliebe ein Charisma, eine Gabe, „wozu sich kein Mensch aus eigenem Vermögen bestimmen kann“, was also auch nicht befohlen werden kann.

Sondern es ist eine „Frucht von Gottes Geist … daß jemand die Not eines anderen wahrnimmt und davon so berührt wird, daß sie (die Liebe zum Nächsten) zum Grund und Motiv seines eigenen Tuns wird“. Und er stellt weiter fest und schreibt all den Göring-Eckardts und Bedford-Strohms ins Gebetbuch: „Wer mit der Nächstenliebe moralischen Druck aufbaut, hat von ihr nichts begriffen. Im Widerfahrnischarakter des Nächsten liegt eine heilsame Begrenzung: Nicht alle Menschen sind Nächste, auch nicht alle Notleidenden und Schwachen.“ Wir müssen uns also nicht dem Druck aussetzen, der von „höchsten kirchlichen Repräsentanten für das Reden und Handeln „der Kirchen“ formuliert wird – als wären „die Kirchen“ die ethischen Subjekte, und nicht die Menschen, die ihnen angehören.“

Was ist Kirche? Am Sonntag war ich in einer „Kirche“ von 15 Erwachsenen (und mindestens 10 Kindern), die kein eigenes Gebäude, keinen Oberkirchenrat, keine Kirchensteuer, keine Kirchenordnung mit 370 Seiten braucht. Der Pastor hat sich nicht selbst ernannt, sondern versieht seinen Dienst als Berufung, statt der Ordination bestätigen die Gläubigen eher 50mal als nur 10mal im Gottesdienst Sätze, Feststellungen und Gotteslob von ihm durch ein gemeinsam gemurmeltes oder gerufenes Amen, als Gebäude reicht das Gastrecht im Andachtsraum im Keller eines CVJM, neben Spülküche und Abstellräumen. Der Pastor ist, wie alle Gemeindeglieder (außer einer angeheirateten Frau) schwarz und hat statt Theologie Agrarwissenschaften studiert und arbeitet statt als Zeltmacher eben als Lagerarbeiter. Und täglich gibt’s per whatsapp-Gruppe eine Andacht, „daily devotion“ mit Lesung („word of faith“), Auslegung („Lesson“), Gebet („Prayer of Faith“) sowie „Declaration of Faith“ und „Works of Faith“. Nur selten ist diese Andacht auf fremdem Mist gewachsen, allermeist entsteht sie morgens in der Straßenbahn und im Leergutlager auf der Smartphone-Tastatur und wird ganz frisch morgens zwischen 4.30 und 6.30 Uhr geliefert. Sage mir einer an einer Stelle im Neuen Testament, daß diese kleine autarke Gemeinde keine Kirche sei – sie ist es, genau so wie der Amishen-Familienverbund mit eigenem Bischof und Diakton aus max. 20 – 50 Familien, den ich 1982 in Ohio kennengelernt habe. Nur solche Kirchen mit einer anthropologisch optimalen Gruppengröße von max. 150 Personen können das leisten, was Prof. Moltmann in einem Interview (Link, pdf) als charakteristisch (und attraktiv für Außenstehende!) für Gemeinden nennt. Seine Jakobuskirche in Tübingen oder die Pfingstgemeinde seines Freundes in Korea mit 800.000 Mitgliedern und 55.000 Hauskreisen halte ich für eine Ausnahme, einen Glücksfall, auf jeden Fall ein Geschenk Gottes – aber nichts, was wir als Größe dringend anstreben müssen.

DailyDevotionS3DailyDevotionS4DailyDevotionS5DailyDevotionS6DailyDevotionS7DailyDevotionS8

Was bereuen Mütter? SZ zu Regretting Motherhood

Nur zum Festhalten: Artikel in der Süddeutschen zu bereuenden Müttern, dem Medienhype dazu und ein Buch von einer deutschen Soziologin dazu: „Wenn Muttersein nicht glücklich macht.“
Was nicht auf dem Lehrplan für Soziologen (Soziologinnen bräuchten es noch mehr) steht: Muttersein ist nicht die Realisierung von schönen Vorstellungen aus Landlust, Eltern und der VW-Bus-Werbung . Mutterschaft ist nicht das Programm, um die an sich schon guten Lebensbedingungen im besten Alter zwischen 18 und 28 noch weiter und am besten auf ein Dauerhoch zu steigern; Mutterschaft ist nicht der Plan zur Befriedigung von Glückszielen einer Generation, die so gut aufgewachsen und mit so vielen Möglichkeiten (Reisen, Studieren, Arbeitsmarkt der letzten Jahre, Erasmus, Auswandern etc.) wie noch keine vor ihr ist.

Wie wäre es, wenn es nicht nur um die Erfüllung von eigenen Wünschen und Plänen, sondern um die Erfüllung von Gottes Plänen ginge? „Seid fruchtbar und mehret euch“ ist der erste Satz, den Gott zu den Menschen sagt – wenn man der Chronologie der Bibel folgt. Fulfilling Motherhood vs. Regretting Motherhood – was klingt schöner? Und was gibt es zu bedauern, wenn frau Gottes Plänen folgt? Und der Mann dazu seine Rolle mit Liebe zu Gott und zur Frau ausfüllt?

Bild aus diesem VW-Werbevideo.

Die Kirchen und die Flüchtlinge – zwei Predigten und eine Resolution der Europäischen Evangelischen Allianz. Gott schreibt die Geschichte.

“Denn das weltliche Regiment gehet mit ganz anderen Sachen um als das Evangelium, weltliche Gewalt schützt nicht die Seele, sondern Leib und Gut gegen äußerliche Gewalt mit dem Schwert und leiblichen Strafen. Darum soll man die zwei Regimente, das geistliche und das weltliche, nicht ineinander mengen und werfen.” So steht es im 28. Artikel des Augsburger Bekenntnisses, der Confessio Augustana (in theologischen Schriften oft mit CA abgekürzt), der mit “Der Bischöfe Gewalt” überschrieben ist.

Damit sind gleich zwei Pflöcke eingeschlagen, a) daß die Hauptaufgabe des Staates die Sicherheit seiner Bürger, der Schutz des Eigentums seiner Bürger und der Grenzen des Landes (“äußerliche Gewalt”) ist und b) die Kirchen sich aus diesen Fragen heraushalten sollen.

Nach einer Predigt des evangelischen Dekans Marcus Keinath in Reutlingen am 20. Sept. 2015, in der dieser bis zum Wort “Dunkeldeutschland” die meisten Positionen der Regierung und der Medien aus dem August übernahm, schrieb ich ihm eine Mail mit den folgenden zwei Kernsätzen: a) “Was geben wir an bürgerlichen und geistigen Freiheiten, Ressourcen, Sicherheit auf, wie rechtfertigen wir es, daß unsere Kinder wegen der aktuellen Politik von all dem weniger haben werden als wir?” und b) “… diese beiden (zwei muslimische Mitarbeiter) haben mich den Unterschied gelehrt zwischen der Person, der meine Achtung und Nächstenliebe gilt und den Ideologien und religiösen Überzeugungen dieser Einwanderer, vor denen wir uns in Acht nehmen und denen wir, meine ich, überzeugt Contra geben müssen – da fühle ich mich von den Kirchen mit ihrer appeasement-Politik dem Islam gegenüber im Stich gelassen.” Das Augsburger Bekenntnis ist von sieben Herzögen, Fürsten und Grafen und von den Bürgermeistern und Räten von zwei Städten unterschrieben: Nürnberg und Reutlingen – das waren noch Zeiten, auf so hoher Ebene konnte Reutlingen später nie mehr verhandeln und Geschichte machen, weder politisch noch theologisch!

Die Europäische Evangelische Allianz benennt zwar das aktuelle Geschehen (“Bestehende Regeln und Gesetze werden unbeachtet gelassen. Staaten sind überfordert, und die ethnische und religiöse Zusammensetzung unserer Länder wird für immer verändert.”) in ihrem aktuellen  Papier “Aufruf zum Handeln an die Evangelikale Bewegung in Europa Appell der Generalversammlung der Europäischen Evangelischen Allianz zur Flüchtlingsfrage” (hier), schreckt aber vor der Wahrheit zurück – “Gesetze unbeachtet gelassen” nennt man normalerweise Gesetzesbruch oder Verbrechen. Und sie gebraucht das Wort Invasion – freilich nur für Ereignisse in ferner Vergangenheit – ob es das in unseren Zeiten nicht mehr gibt? Sie fordert uns pauschal auf “Fremde willkommen zu heißen” ohne weiter zu differenzieren zwischen Gast, Besucher, Hilfebedürftigem, Eindringling, Besatzer – wo in der Bibel, in der ganzen Geschichte und wo in der Welt heute gibt es das, daß illegal eingereiste Ausländer mehr Rechte haben und mehr finanzielle Unterstützung bekommen als Bürger des eigenen Landes? Dass Sozialhilfe für (sowohl Kriegs- als auch Wirtschafts-) Flüchtlinge höher ist als die Rente von vielen Leuten, die jahrzehntelang dafür gearbeitet und eingezahlt haben? Die Nächstenliebe ist ein Gebot Gottes an den Einzelnen – aber sie kann nicht vom Staat per Zwang verordnet werden, es sei denn, der Staat schwingt sich in die Rolle Gottes auf.

Daß ein evangelischer Prediger auch zu gänzlich unterschiedlichen Ansichten kommen kann und damit in wahrhaftige Opposition zum Zeitgeist, zeigen diese zwei Predigten von Jakob Tscharntke von der Evangelischen Freikirche Riedlingen a) “Der Christ und der Fremde” (hier der Link zur Audio-Datei) und b) “Wie gehen wir als Christen mit der Zuwanderungsproblematik um?” (hier). Nachtrag: hier gibt es die eine Predigt als pdf. Herr Soldt von der FAZ in Stuttgart gibt seine guten journalistischen Grundsätze auf, wenn er seinen Artikel über diese Predigt suggestiv und ohne kausalen Zusammenhang schließt mit: “Vor zwei Wochen schmierten Unbekannte Hakenkreuze an eine Flüchtlingsunterkunft im Ort.” 

Nachtrag: “Der ehemalige Ravensburger Pfarrer Stefan Weinert hat Strafanzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung gestellt.” (Schwäbische Zeitung hier). Apokalyptische Verhältnisse:  Matth. 10, 17 ff: Es wird aber ein Bruder den anderen zum Tode ausliefern … und Lukas 21, 8 ff: Ihr werdet aber auch von Eltern und Brüdern und Verwandten und Freunden ausgeliefert werden.

Nachtrag II: Sehr nachdenklich macht dieser Text von Zeltmacher-Nachrichten“Ist der Islam souverän oder Gott? Der tote Mohammed oder der auferstandene Jesus Christus? Vor wem und vor was soll ich mich fürchten? „Fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle!“ (Mt 10:28)

Die nächste Frage stellt sich: Können wir den Islam überhaupt „rauswerfen“, haben wir die Macht dazu? Oder ist es nicht Gott selbst, der die Geschichte schreibt? Lehrt das nicht die Bibel, wozu sonst wurde das Buch Daniel geschrieben? Und die zwei Bücher der Könige? Hatte Gott damals nicht die Assyrer und Babylonier gebraucht, um Israel zu schlagen? Was war die Ursache dafür? Und was war die Lösung? Was haben damals die Propheten gepredigt?

„Siehe, ich werde über diese Stadt und über alle ihre Städte all das Unheil bringen, das ich gegen sie geredet habe; denn sie haben sich hartnäckig geweigert, auf meine Worte zu hören!“

– Jeremia 19:15

Sieht eigentlich keiner den offensichtlichen Zusammenhang zwischen dem geistlichen Verfall im Land der Reformation und der politisch-gesellschaftlichen Entwicklung unseres Landes? Keinen Zusammenhang zwischen den lauwarmen, bibelkritischen, zeitgeistlichen, erkenntnis-, hingebungs- und besucherlosen Gottesdiensten und der Islamisierung? Keinen Zusammenhang zwischen den Abtreibungen, der Geldgier, der Ausbeutung auf dem Kapitalmarkt, der Kälte in Familie und Nachbarschaft, der Scheidungsrate, den Pornobildern auf seinem Bildschirm und dem obigen Spruchband über der Autobahn?”

Dort auch der Hinweis auf zwei Artikel aus der christlichen Zeitschrift TOPIC, die ich bisher nicht kannte.