Lebensretter: Väter im Schwangerschaftskonflikt

Sind es ca. 120.000 Abtreibungen im Jahr, wie die offizielle Statistik sagt? Oder sind es incl. einer Dunkelziffer bis zu 250.000? Bei etwas weniger als 750.000 Lebendgeburten im Jahr in Deutschland heißt das, daß jedes siebte oder gar jedes vierte Kind im Bauch der Mutter getötet wird.

Der Verein Aus-WEG e.V. in Pforzheim bietet Beratung im Schwangerschaftskonflikt an mit der klaren Ansage, daß die Frau dort keinen „Beratungsschein“ bekommt, der die Voraussetzung für eine Abtreibung beim Arzt wäre – den Frauen kann dort also nicht in Richtung Abtreibung geholfen werden. Auch betont der Verein ausdrücklich die christliche Grundlage seiner Arbeit.

Trotzdem hat diese Beratungsstelle genug Arbeit und die Frauen kommen dank Internet aus dem ganzen Bundesgebiet. Dieser Artikel (hier der Link zur Quelle), der die Arbeit dieses Vereins ausführlich vorstellt, betont vor allem die Rolle der Väter, die viel zu oft nicht zum Kind stehen und die Partnerin zur Abtreibung drängen oder gar nötigen und mit dem Abbruch der Beziehung drohen, sollte die Frau sich für das Kind entscheiden, „Die meisten Frauen fühlen sich vom Vater ihres Kindes alleine gelassen.“ berichtet der Gründer und Leiter des Vereins. Stattdessen ruft er den Vätern zu: „Gerade in dieser Situation wäre es für die Frau aber entscheidend wichtig, einen Partner zu haben, der sich klar und eindeutig positioniert, der Partei ergreift und sich verlässlich auf die Seite von Frau und Kind stellt. Einen Mann, der Verantwortung übernimmt für die Frau und für das gemeinsame Kind …“.

Väter könnten also in zigtausenden Fällen jedes Jahr Lebensretter ihres Kindes sein! Männer: es kommt auf Euch an! Und, vor allem: was ist Gottes Wille hier – ganz eindeutig? Gibt es da überhaupt eine Wahl? Der Blogger hier weiß keine …

Aus: idea 40/2016

Erfreue dich des Weibes deiner Jugend

Die allegorische Deutung dieser Verse ist die eine „Sie ist Ausdruck von Gottes eigener Freude auf die Zeit der Wiederherstellung Israels zur Braut“ (Quelle), die buchstäbliche Aussage die andere Ebene – die Bibel als Beziehungsratgeber für ältere Ehepaare.

Sprüche 5, 15-19: Trink Wasser aus deiner Grube und Flüsse aus deinem Brunnen. 16 Laß deine Brunnen herausfließen und die Wasserbäche auf die Gassen. 17 Habe du aber sie allein, und kein Fremder mit dir. 18 Dein Born sei gesegnet, und freue dich des Weibes deiner Jugend. 19 Sie ist lieblich wie die Hinde Hirschkuh und holdselig wie ein Reh. Laß dich ihre Liebe allezeit sättigen und ergötze dich allewege in ihrer Liebe.

Der Text richtet sich an den Mann. Was aber bedeutet der Text für die Frau? Ist das modern, nach 50 Jahren Feminismus und BRIGITTE lesen, dem „langweiligen“ Ehemann als verliebt-verträumt-unbeschwerte Freundin gegenüberzutreten? Was für Vibrations würden wieder neu in die Beziehung kommen, wenn sie wieder Girlfriend ihres Boyfriends wäre? Und er sich an ihr „erfreuen“ dürfte und das ihr oberstes Ziel wäre?  Und nicht Chef-Controllerin „hast Du das erledigt“ oder oberste Befragungsinstanz „warum kommst Du so spät nach Hause“ oder Hausherrin „was soll der Teppich an der Stelle“ oder Gefühls-Göttin, deren aktuelle Stimmungslage alles dominiert?

Wie oft richtet sie es ein, daß er mit ihr allein ist? Wie oft läßt sie positive Gefühle und schöne Gedanken „herausfließen“ und vertraut sich ihm dadurch an? Wie oft fragt sie ihn um einen Rat und nimmt diesen dann in ihrem Innersten gerne an? Wie oft ist sie gerne „lieblich“ und „holdselig“, wie oft läßt sie sich von seiner Liebe gerne „allezeit sättigen“?

Zum Weiterlesen für Anglophile hier und hier.

Gottes Plan A: Mann, Frau, Kinder. Nicht Plan B, sondern triple-A: Gottes Liebe für alle – weil keiner nach Plan A gerecht wird.

„Gottes A-Plan, „Mann, Frau, Kinder“ steht nicht zur Debatte, sondern die Frage nach dem Umgang mit der Realität von Homosexualität in einer gefallenen Schöpfung, die in vielem vom A-Plan abweicht. Es geht hier nicht um nette exegetische Übungen, sondern um reale Menschen und ihre Gefühle. Menschen, denen zum Teil ja noch das Seelenheil abgesprochen wird.

Frage von pro: Schließt die Akzeptanz homosexueller Partnerschaften die volle Ausweitung des Adoptionsrechts auf solche Paare mit ein?

Da bin ich gespalten, weil hier ja unbeteiligte Dritte involviert sind. Wenn ich mir vorstelle, ein Waisenkind zu sein, würde ich lieber von einem gleichgeschlechtlichen Paar adoptiert werden, als zu verhungern. Aber ich würde auch lieber von einem Mann und einer Frau adoptiert werden, als von einem gleichgeschlechtlichen Paar. Das wäre schon auch eine Belastung. Übrigens: Keiner hat das Recht auf ein Adoptivkind. Hier muss es als erstes um das Kindeswohl, nicht den Kinderwunsch gehen. Weiterlesen

Konfliktlösung in der Ehe „nach Herstellerangaben“

Weiß der Hersteller am besten, wie Betriebsstörungen zu beheben sind? Holt man den Werkskundendienst von Siemens bzw. Daimler oder lässt man die Reisenden miteinander diskutieren, wenn eine Lokomotive oder ein Bus stehenbleiben? Ist es mit der Ehe nicht ähnlich?

Ein (ehemaliger?) Baptistenpastor aus Arizona schreibt dazu (Quelle):

When conflict arises, the divine order as presented in I Corinthians 11, of God the Father > Christ > man > woman is out of sync and friction occurs. Friction between the person and God as well as friction between spouses shows up as conflict. To endeavor to remove the conflict Weiterlesen

Scheidungsanwältin: „Ich wehre mehr Scheidungen ab, als ich aktiv betreibe.“

Eindrückliches Interview mit einer – ja, alten – Scheidungsanwälting in Süddeutsche Magazin hier oder hier als pdf. Ein paar Kernsätze daraus:

„Der häufigste Scheidungsgrund ist das zweite Kind. Mit einem Kind lässt sich der Status noch aufrechterhalten. Mit dem zweiten Kind tritt der permanente Ausnahmezustand ein. …

Wenn man heiratet, erwartet man diese rechtliche Bindungswirkung. Und die ist völlig unabhängig von der Liebe. Natürlich, man hält die Ehe leichter aus, wenn Weiterlesen

Arabisch-islamisches Eheverständnis – Heirat einer 15jährigen – RTL Film

Kinder-Ehe in Deutschland: „Das hübscheste Mädchen wird gleich weggeschnappt“ – so lautet der Titel dieses RTLNext-Films mit einem Interview eines syrischen Ehepaares, er 28, sie heute 16.
Der Begleittext:

Für die syrischen Flüchtlinge ganz normal – für uns ein Tabubruch

Aya und Morhaf leben in Sachsen-Anhalt – sie ist 16, er 28. Beide wurden nach islamischem Recht verheiratet. Eine Kinder-Ehe, die es in Deutschland so nie geben würde, doch unter den Geflüchteten ist das ganz normal. 

Der 28-jährige Morhaf heiratete ein 15-jähriges Mädchen.

„Ich lebe ein glückliches Leben mit ihm und er beschützt mich. Ich glaube, das ist Allahs Wille, dass wir zusammen sind und auch bleiben“, sagt die 16-Jährige, die mit Morhaf in einer kleinen Wohnung in Sachsen-Anhalt lebt. Eine Zwangsehe sei es auf keinen Fall, beteuern beide. Sie hätten aus Liebe geheiratet. Doch konnte Aya, die bei der Hochzeit gerade 15 und noch ein Mädchen war, das überhaupt selbst und frei entscheiden?

„Was andere denken, interessiert mich nicht. In Syrien ist das ganz normal: Das hübscheste Mädchen wird gleich weggeschnappt. Es kann unmöglich warten, bis es 18 ist. Und schau doch mal: wenn wir jetzt nur ein Paar wären und wir würden in der gleichen Wohnung wohnen, würde es niemanden interessieren, das ist nur, weil wir verheiratet sind“, erklärt Morhaf.

Die beiden haben sich auf der Flucht kennengelernt – in Libyen. Er sprach sie aber nicht selbst an, das mache man im Islam einfach nicht. Morhaf bat stattdessen seinen Vater, Verlobung und Hochzeit mit der Familie des Mädchens zu arrangieren. Sie war zu dieser Zeit noch nicht einmal 15.

„Meine Mutter kam und sagte, ich werde ein schönes Leben führen. Dann habe ich gesagt, ich bräuchte zwei Wochen Bedenkzeit, ob ich ihn als Ehemann nehmen will. Letztendlich habe ich mich für ihn entschieden und mich auch in ihn verliebt“, sagt das schüchterne Mädchen. Kontakt zur Außenwelt haben die beiden kaum, lediglich zur Familie und Freunden aus Syrien.

Eine 16-Jährige als Ehefrau – für viele Deutsche ein besonders deutlicher Beleg der Vorstellung, dass mit dem Flüchtlingsstrom zwei Welten aufeinander prallen. Im Fall von Aya und Morhaf hat der Sozialarbeiter der Familie verschiedene Ämter zwar informiert, eine genaue Prüfung hat es offenbar aber noch nicht gegeben.

„Bei uns wurden auch Mädchen mit 13 oder noch jünger verheiratet, ich selbst habe mit 17 geheiratet. Ich wünsche mir auch für meine jüngste Tochter, dass sie so ein Glück hat, dass sie einen so guten Mann bekommt“, sagt Ayas Mutter. Sie besucht auch weiter die Schule, ihr Mann habe darauf bestanden. Immerhin. Doch es gibt auch andere Kinder-Ehen.

Adiya gelang die Flucht aus einer Zwangsehe. Sie blieb nur aus Angst bei ihrem Mann, doch irgendwann hielt sie es nicht mehr aus. Mit Hilfe einer Freundin floh sie vor ihrem Mann. Heute lebt sie unter Polizeischutz an einem geheimen Ort.

Zwangsehen sind ein Verbrechen, auch unter den jetzt in Deutschland registrierten Kinder-Ehen vermuten Experten solche, die gegen den Willen der Mädchen geschlossen wurden. Die Ehe von Aya, die zur Hochzeit 15 war, und Morhaf sei, so sagen es beide, keine Zwangsehe. Doch auch solche Hochzeiten von Minderjährigen stehen jetzt im Fokus der Politik – manche fordern: sie sollen in Deutschland künftig nicht mehr anerkannt werden.

Schöner Text: Bibel zu Sexualität – gute Schöpfungsgabe (Reblog)

Christentum und Sexualität

Eines der verwirrtesten Themen rings um Religion, Glauben und Christentum ist die Sexualität.

Wegen dem vielen Unsinn, der auf diesem Gebiet verbreitet wurde und wird, geht es sogar soweit, dass viele Nichtchristen denken, dass Christen keine normale Sexualität haben dürfen oder Sexualität allgemein sogar als Sünde betrachten. Leider gibt es eine ganze Reihe von christlichen Lehren, die die Fragen rund um die Sexualität in falsches Licht rücken. Über die Aussagen anderer Religionen, wie z.B. der Hare Krishna Bewegung wollen wir hier garnicht groß eingehen, die ja auch solche Thesen wie „kein Sex ohne Zeugungsabsicht“ vertreten.

Typisch für völlig verrückte Gedanken und Verdrehung der Bibel: http://www.bekehrdich.de/kinderzeugung von Wolfgang Ruland, hier als pdf.) Da wird behauptet, ein Ehepaar dürfe nur dann miteinander schlafen, wenn ein Kinderwunsch vorliegt. Eine exegetische Analyse dieser Lehre von Ruland: Irrtümer sexualfeindlicher Lehren

Andere wiederum lehren, dass der Sex zwischen Christen distanziert – prüder Natur sein soll oder wie man sehr oft hört, nur in einer ganz bestimmten Körperhaltung stattfinden soll – zumindestens wird gern der Eindruck vermittelt, dass Christen so denken würden.

Wer sich auch nur etwas mit dem Wesen menschlicher Sexualität auskennt, weiß, was für ein Unsinn es für sich liebende Paare darstellt -sowohl emotional als auch biologisch- wollten sie nur „ein“-mal zwischendurch Sex haben; bzw. „eine Phase“, also solange, bis die Frau [endlich oder leider?] schwanger ist. Erstens würde der Mann in dem Falle sicherlich in kurzer Zeit ejakulieren und den völlig lustlosen Zeugungsakt entwürdigen und zweitens würde der Wunsch nach richtiger Sexualität zwangsweise den heimlichen Wunsch hervorbringen, dass es „bitte lieber Gott“ noch nicht zu einer Schwangerschaft kommt.

Dazu der Kurz-Artikel Paulus zur Ehe

Auch sehe ich unwillkürlich eine calvinistische oder sonstige Kirchenaufseherfratze über dem Ehepaar mit erhobenem Zeigefinger drohend rufen: „Ihr wollt Sex haben und gebt brav vor, euch ein Kindlein zu wünschen. Aber könnt ihr armen Leut´ die ihr selber kaum was habt, denn ein Kind ernähren und ihm eine gesicherte Zukunft bieten?? Wohl nicht …“

Also wieder nichts mit der Liebe …

Alle diese Gedanken nach Unterdrückung von Sex kommen von geschädigten Menschen, die unausgesprochene persönliche Probleme damit haben. Durch all diesen Unsinn haben die Lästerer des Christentums es natürlich noch leichter, höhnische Bemerkungen zu machen und in abfälliger Weise gegen Christen Witze zu reißen. Wir wollen deshalb einen Überblick schaffen, der das Wesen der Sexualität beleuchtet, wie es von Gott gedacht ist.

Damit wir uns nicht falschverstehen. Diese Ausführungen hier wollen nicht die gebotene Reinheit der Sexualität oder gar die Treue der Liebenden in Vergessenheit bringen und erst recht nicht zügellosen Partnerwechseln von Ungläubigen oder gar homosexuellen Handlungen das Wort reden! Das ist wieder eine ganz andere Frage; aber grundsätzlich gehen uns ja die Handlungen anderer nichts an.

Wir wollen zuerst die Frage nach der Sexualität dadurch entkrampfen, dass wir anhand biblischer Aussagen die ursprünglich lockere und unprüde Art der biblischen Lehre bezeugen.

Gottes Milde im Alten Testamant in Sachen Sexualität

Es geht hierbei nicht um die Aussagen selbst, sondern um die Selbstverständlichkeit und Unverkrampftheit des Themas. Mehr allerdings kann man von der Bibel nicht erwarten, damit alle Altersgruppen bibellelesen können und damit die Gedanken nicht vom geistlichen Inhalt weggelenkt werden. Aus: Lied der Lieder (Hohelied) Kapitel 5 (Elberfelder Bibel)

Er: (Verse 3-9) Dein Schoß ist ein rundes Becken, Würzwein mangle ihm nicht. Dein Leib ist ein Weizenhügel, mit Lilien umstellt. Deine Brüste sind wie zwei Kitzlein, wie die Zwillinge einer Gazelle. … Wie schön bist du und wie reizend, du Liebe voller Wonnen! Wie eine Palme ist dein Wuchs; deine Brüste sind wie Trauben. Ich sage: Ersteigen will ich die Palme; ich greife nach den Rispen. Trauben am Weinstock seien mir deine Brüste, Apfelduft sei der Duft deines Atems.

Sie: (Verse 12-13) Komm, mein Geliebter, wandern wir auf das Land, schlafen wir in den Dörfern. Früh wollen wir dann zu den Weinbergen gehen und sehen, ob der Weinstock schon treibt, ob die Rebenblüte sich öffnet, ob die Granatbäume blühen. Dort schenke ich dir meine Liebe.

Salomo schrieb ja schon in seinen Sprichworten, Kapitel 5, 18-19:

Deine Quelle sei gesegnet, und erfreue dich an dem Weibe deiner Jugend;
die liebliche Hindin und anmutige Gemse, ihre Brüste mögen dich berauschen zu aller Zeit, taumle stets in ihrer Liebe.

… Diese korrekten Übersetzungen (z.B. Elberfelder, Schlachter, NeÜ, Herder) werden von einigen Übersetzern verschämt gemieden und sozusagen umgebastelt. Deshalb kann es sein, dass der Leser in „seiner“ Bibel leicht geänderte Texte vorfindet.

Einen Satz wie: „…ihre Brüste sollen dich immer berauschen“ finden sie nicht angebracht in der Bibel.

Schon im Gesetz Mose wird gesagt 5. Mose 24 (Elberfelder) 5 Wenn ein Mann kürzlich ein Weib genommen hat, so soll er nicht in den Krieg ziehen, und es soll ihm keinerlei Sache auferlegt werden; er soll ein Jahr lang frei sein für sein Haus und sein Weib erfreuen, das er genommen hat.

Glaubt jemand allen Ernstes, dass die Bibel mit „sein Weib erfreuen“ oder mit „ihre Brüste mögen dich berauschen zu aller Zeit“ usw. platonische und allegorische Aussagen treffen will? Natürlich nicht.

Wir sehen also, dass Gott, als er sprach „Seid fruchtbar und mehret euch“ handfeste, konkrete körperliche Gefühle damit verbunden hatte, die mit Anstand und ohne weiterführende Schlüpfrigkeit thematisiert werden dürfen.

Liebe und Sexualität werden im Alten Testament ohne falsche Scham angesprochen und dass Sexualität, auch diesbezügliche Verfehlungen, nicht peitschend bestraft wurden, ist Satan ein derartiges Ärgernis [nicht weil er so fromm ist, sondern weil er damit die Gläubigen nicht so knebeln kann, wie er gern möchte], dass er falsche Prediger inspiriert, dieses Thema mit Lügen zu durchsetzen, denn er möchte die Gläubigen einerseits ja mit diesem Thema quälen, während er andererseits die Welt aufwiegelt, Sex in der Absicht zu treiben sich wieder zu verlassen, dazu an anderer Stelle später mehr. Als Beispiel sei nur genannt, dass die Welt -von Satan inspiriert- lange Zeit junge Menschen gequält hat, indem man das Heiratsalter so hoch setzte, z.B. 21, dass junge gläubige Männer und Frauen in unhaltbare Situationen gezwungen wurden, während jegliche Art von sexueller Entartung und Untreue oft straflos sind.

Völlig rechtsirrig werden religiöse Gruppen vom Staat verfolgt, die Vielehen als möglich ansehen (zum Beispiel die Mormonen), während ansonsten jeder mit jedem straflos schlafen kann wie, wann und soviel er will. Nicht das letztere soll hier debattiert werden (es ist ja die gottlose Welt) sondern die Diskrepanz der Behandlung.

In biblischen Zeiten durften Reife Jugendliche auch recht früh heiraten, wenn sie Sehnsucht nach körperlicher Liebe hatten.

Für ungläubige Menschen ist das völlig unverständlich, da sie ja davon ausgehen, dass dazu der beliebige Partnerwechsel genutzt werden kann. Eine verständliche und logische Auffassung, wenn man die Existenz Gottes ausklammert.

Wir wollen unkommentiert notieren, dass Salomo ca. 1000 Frauen hatte; dies unterstellt logischerweise ein vitales Sexualleben. So hatten Saul und David viele Nebenfrauen ohne dass die Bibel je einen Propheten nennt, der dagegen hat reden sollen. Im Gegenteil:

Wir kennen ja den Bericht in 2. Samuel 11, 2ff Und es geschah zur Abendzeit, als David von seinem Lager aufstand und auf dem Dache des Hauses des Königs wandelte, dass er von dem Dache herab ein Weib sich baden sah; und das Weib war sehr schön von Ansehen. (Bathseeba, die Frau Urias)

Wir wissen, dass Bathseeba ganz sicher nicht bis oben zugeknöpft gebadet hat; wir wissen auch, dass Bathseeba wusste, dass David von der Mauer aus einen guten Einblick hatte; dennoch folgert die Bibel daraus keine Strafen (wenn auch keine ausdrückliche Gutheißung, logisch). Wir wissen auch, was David danach tat, was aber Gott missfiel, da Bathseeba verheiratet war …

Gott lässt David durch Nathan mitteilen (2. Samuel 12, 7ff) Ich habe dich zum König gesalbt über Israel und habe dich errettet aus der Hand Sauls und habe dir deines Herrn Haus gegeben, dazu seine Frauen, und habe dir das Haus Israel und Juda gegeben; und ist das zu wenig, will ich noch dies und das dazutun.

Wir wollen betonen, dass Gott nicht Davids Liebe kritisiert, sondern sagt: und ist das zu wenig, will ich noch dies und das dazutun. (!) Warum hast du denn das Wort des HERRN verachtet, dass du getan hast, was ihm missfiel? Uria, den Hetiter, hast du erschlagen mit dem Schwert, seine Frau hast du dir zur Frau genommen …

Der Kritikpunkt ist also nicht, dass David sexuelles Begehren nach Bathseeba hatte, sondern dass Bathseeba vergeben war und ihr Mann noch lebte. David wusste ganz genau, dass ein gewaltsames Nachhelfen zum Tode des Mannes ein böser Winkelzug war, er tat es trotzdem.

Im Gesetz über Könige heißt es, 5. Mose 17, 16ff: Nur dass er nicht viele Rosse halte und führe das Volk nicht wieder nach Ägypten, um die Zahl seiner Rosse zu mehren, weil der HERR euch gesagt hat, dass ihr hinfort nicht wieder diesen Weg gehen sollt. Er soll auch nicht viele Frauen nehmen, dass sein Herz nicht abgewandt werde, und soll auch nicht viel Silber und Gold sammeln.

… Und was hat Salomo Gold angehäuft! Und wieviel Sexualität sich dort abgespielt hatte ohne dass Gott ausdrücklich mahnte! Wir sehen also, wie geduldig und wie wenig strafend Gott hier agiert!

Darin liegt der Grund verborgen, dass Satan voller Hass gegen Gottes Schöpfungsidee und Güte dieses Thema ins Gegenteil zerreden will. Wo doch sonst angeblich alles egal ist und es sonst nichts gibt, was man groß halten soll, wiegelt Satan in der Sexualfrage scheinchristliche Lehrer auf, hier die prüde Strenge zu praktizieren (natürlich nur gegenüber gläubigen Menschen, versteht sich). Den gottlosen Menschen vermittelt Satan natürlich das andere Extrem: macht was euch Spaß macht und denkt nicht mal an Bindung.

Gottes Größe im Neuen Testament in Sachen Sexualität

Auch ein Blick ins Neue Testament wird bei einigen Erstaunen erzeugen, wenn man lernt, richtig zu lesen. In 1. Tim. 3, 2ff heißt es: Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, maßvoll, würdig, gastfrei, geschickt im Lehren, kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig … (usw.)

Wenn es also in manchen Bibeln heißt „Mann einer Frau“ dann ist das Zahlwort gemeint (μιας γυναικος ανδρα) und nicht etwa, dass er „verheiratet sein soll“. Da wüssten ja die Katholiken garnicht, wie sie die Stelle übersetzen sollten (Zölibat).

Die Einheitsübersetzung versucht: „Deshalb soll der Bischof ein Mann ohne Tadel sein, nur einmal verheiratet …“ wahrscheinlich im Wunsch, dass der Leser unter „nur einmal verheiratet“ versteht: „seine erste Ehe“, also „ungeschieden“. Die katholische Kirche treibt diesen falschen Gedanken sogar soweit, dass man Paulus unterstellt, gemeint zu haben: Weihekandidaten dürfen nur einmal verheiratet gewesen sein.[!]

Die berüchtigte Norm des hl. Paulus an Timotheus (3,2 und 3, 12) sowie an Titus (1, 6) ist eigentlich der Beweis für die Enthaltsamkeit des Klerikers: Weihekandidaten dürfen nur einmal verheiratet (wörtl. „Mann einer Frau“ – μιας γυναικος ανδρα) gewesen sein. gelesen in: http://www.kreuz.net/article.8939-page.html (URL existiert nicht mehr)

Also noch verrückter gehts eigentlich garnicht!!

Und das steht im griechischen oder lateinischen Text ja auch nicht. Dort wird vom Bischof verlangt, Mann von höchstens einer Frau zu sein. Daraus folgt, dass zum damaligen Zeitpunkt christliche Männer, die noch mehrere Frauen hatten, diesen Zustand beibehalten durften; aber kein Bischofsamt bekamen. Um jedes Missverständnis auszuschließen, übersetzen ja manche Übersetzer neuerdings sicherheitshalber: „Mann einer einzigen Frau“, siehe Luther 1984.

Niemand will hier die Viel-Ehe wieder einführen. Es soll nur gezeigt werden, wie wenig brutal und kirchentheologisch es in Wirklichkeit war.

Leider gibt es sehr viele selbsternannte Religionslehrer verschiedener Richtungen, die es sich einfach nicht vorstellen können, dass Gott natürlichen und begehrenden Sex als natürlichen integralen Bestandteil seiner Schöpfung verstanden wissen will und dieses Geschenk den beiden Geschlechtern macht, wie er es vorgesehen hat. Sie denken fälschlicherweise, dass schon die Worte GOTT und SEXUALITÄT nicht in ein und dasselbe Buch gehören, da Gott heilig ist. Sie merken dabei nicht, dass sie Gott und seine Schöpfung nicht verstanden haben.

Zum Beispiel die Klitorisbeschneidung – hier liegen nämlich die Wurzeln verborgen, die dazu führen, Menschen so böse machen, dass sie Mädchen die Klitoris herausschneiden. Nur der dämonische Hass auf Gottes Schöpfung bringt solche verbrecherischen Ideen hervor! → Zum dämonischen Ritual der Klitorisamputation

Über die Frage, wie Ehepaare miteinander umgehen sollen, sagt sogar Paulus: 1. Korinther 7, 3ff
Der Mann leiste der Frau, was er ihr schuldig ist, desgleichen die Frau dem Mann. Die Frau verfügt nicht über ihren Leib, sondern der Mann. Ebenso verfügt der Mann nicht über seinen Leib, sondern die Frau. Entziehe sich nicht eins dem andern, es sei denn eine Zeit lang, wenn beide es wollen, damit ihr zum Beten Ruhe habt; und dann kommt wieder zusammen, damit euch der Satan nicht versucht, weil ihr euch nicht enthalten könnt. Das sage ich aber als Erlaubnis und nicht als Gebot. Ich wollte zwar lieber, alle Menschen wären, wie ich bin, aber jeder hat seine eigene Gabe von Gott, der eine so, der andere so. Den Ledigen und Witwen sage ich: Es ist gut für sie, wenn sie bleiben wie ich. Wenn sie sich aber nicht enthalten können, sollen sie heiraten; denn es ist besser zu heiraten, als sich in Begierde zu verzehren.

Also nochmal zum Mitdenken: Wenn Paulus schreibt: „denn es ist besser zu heiraten, als sich in Begierde zu verzehren“, dann kann er logischerweise nicht gemeint haben, dass Eheleute in der Ehe auch nur bei Kinderwunsch Sex haben dürfen.

Denken wir an den Satz: „Entziehe sich nicht einer dem andern“ (1. Korinther 7, 5), so können wir garnicht auf solche Ideen kommen, wie die verwirrten Prüdheits-Irrlehrer á la Wolfgang Ruland mit ihren halbgnostischen und pseudoheiligen Erfindungen. Durch solche Leute wird der christliche Glauben immer mehr in Misskredit gebracht. Wer so etwas predigt, ist ein besessener Geist. Solche Prediger bringen Ehe und enthaltsames Leben (Zölibat) durcheinander.